
Da sitz ich nun, nach fast elf Stunden Arbeit, die Augen fallen mir schon fast wieder zu, obwohl ich einen längeren Schlaf auf dem Sofa bereits hinter mir habe. Es fällt mir schwer, mich nochmals aufzuraffen und vielleicht doch noch etwas aus dem Abend zu machen. Oder zumindest den Tag etwas bereichern, damit er schlussendlich nicht bloss aus Arbeit und Schlaf besteht.
Ich bin eifach nur müde... Seit einer Woche heisst es wieder arbeiten. Und dazu ist alles anders.
Das
Haus ist anders, das Team, die Lernbegleitung, die Patienten und all die kleinen Dinge, an die man gar nicht denkt oder denken mag, wenn man an einem neuen Ort beginnt zu arbeiten. Meine letzte Woche bestand aus zuhören, aufnehmen und rasch möglichst umsetzen, was leider nicht immer so einfach war, das es Leute gibt, die es eben immer besser wissen.
Nachdem ich am Donnerstagabend am liebsten den Bettel hingeschmissen hätte, regeneriert sich mein erster Eindruck und mit jedem Tag erlange ich wieder etwas mehr Selbstständigkeit bei der Arbeit, welche mir auch die Freude an meinem Beruf zurückbringt.
Noch bin ich jeweils skeptisch was der morgige Tag bringen soll, aber wenigstens ist die grösste Angst, die Angst des Versagens, etwas minimiert worden in den letzten zwei Tagen.
Ich wünsche allen, die meine Situation teilen, viel Glück und Kraft, wir werden's schon hinkriegen! :-)