Montag, Mai 15, 2006

Ein schweisstreibender Montag


Seit meiner Kindheit wird mir eingetrichtert, dass es bei uns zuhause immer so auszusehen hat, dass jederzeit Besuch kommen kann. Meine Mutter litt dazumals noch unter einem so argen Putzfimmel, dass wir mal gefragt wurden, ob wir am zügeln seien, da überhaupt nichts am falschen Platz stand (wenn überhaupt etwas rumstand). Immer wieder bekam ich zuhören, dass meine eigene Wohnung sicher als Saustall ende, da ich es nicht so eng sah mit putzen und aufräumen. Als ich älter wurde und immer mal wieder auszog (um dann wieder nach Hause zuziehen ;-)), sah auch meine Mutter ein, dass es nicht so schlimm um mich stand.
So nehme ich mir heute immer wieder einen Tag um mich der Wohnung meines Herzallerliebsten zu widmen, welcher bekannterweise und zu meinem Leidwesen, nicht gerade unter einem Putzfimmel leidet. Irgendwie habe ich mich auch damit abgefunden und wusste, dass heute, den 15. Mai 2006, wieder so ein Tag sein wird.
Morgens um halb neun klingelte der Wecker, ich sprang aus den Federn, in mein Fitnessoutfit und so ging ich, so zu sagen zum Aufwärmen, eine Stunde ins Indoor cycling. Noch ganz verschwitzt und stinkig kam ich dann wieder zuhause an, worauf ich sofort begann die Küche gründlich zu putzen. Der, oft angenehme, Stauraum in der grosszügigen Küche, kam mir heute zum ersten Mal schrecklich gross vor, so dass ich mehr Zeit als eingerechnet brauchte. Das Bad wollte ich mir eigentlich ebenfall vornehmen, aber das muss ich nun auf nächsten Samstag verschieben. Nun ja, der Rest der Wohnung ist nach fast fünf Stunden Arbeit auch abgestaubt, gestaubsaugt, nass aufgenommen und die Fenster geputzt. Ich muss sagen, ich bin zufrieden mit mir! ;-)
So kann ich auch nächster Woche gelassen entgegen sehen, in der wahrscheinlich mehr als einmal Besuch hereinschneien wird.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Dann muss ich mir die Wohnung wirklich mal anschauen kommen. Hänge ja wieder mal ein paar Tage in SH ab. Ist so ne komische Party hab ich mal gehört ;-)

Cheers LOGI